Zwei Marburger Junioren-Boxer erkämpften bei den DM Silber und Bronze.

Ronald Leinbach
3. Mai 2022

Nach insgesamt 145 Kämpfen an vier Turniertagen sind die Deutschen Meisterschaften der Altersklasse U17 im Alpincenter Wittenburg (Mecklenburg-Vorpommern) mit den Finalkämpfen der männlichen Junioren am Samstag (30.04.) zu Ende gegangen. 168 Sportlerinnen und Sportler waren in 16 Gewichtsklassen der männlichen und sieben Gewichtsklassen der weiblichen Junioren gegeneinander angetreten.Von den 17 Landesverbänden, die dem Deutschen Boxsport-Verband angeschlossen sind, hatten 15 Landesverbände Athlet*innen zu dem Turnier entsandt. Allein das Saarland und der Landesverband Südwest waren nicht im Wettbewerb vertreten gewesen.

Die größten Mannschaften hatten Nordrhein-Westfalen (23 Boxerinnen und Boxer), Niedersachsen (19 Boxerinnen und Boxer), Bayern (18 Boxerinnen und Boxer), Berlin (ebenfalls 18 Boxerinnen und Boxer) und Brandenburg (17 Boxerinnen und Boxer) zur Meisterschaft geschickt. Die kleinsten Teams stammten aus dem Rheinland (1 Boxer) sowie Bremen und Schleswig-Holstein (jeweils 3 Athlet*innen). Die Hessen stellten 6 Athleten der Juniorenklasse: David Gerstenlauer (44 kg, BC Kostheim), Mohammed Shahin (60 kg, 1.BC Marburg), Hadi Musavi (63 kg, TG 75 Darmstadt), Mohammed Nasir Abbasi (66 kg, 1.BC MR), Vadim Moskoglu (70 kg, BR Wölfersheim) und Sofian Bizzet (80 kg, BC Hochheim)

Silber für Marburg: 

Bei den männlichen Junioren waren das Halbmittelgewicht (bis 66 kg) des Marburgers Mohammed Nasir Abbasi und das Mittelgewicht (bis 70 kg) die größten Turniergruppen: Hier konkurrierten jeweils 14 Sportler um die Medaillen. Der Marburger Mohammed Abbasi kämpfte sich mit zwei hervorragenden 5:0-Punktsiegen über Michael Metzler aus Bayern und Joel Scheer aus Sachsen-Anhalt ins Finale und verlor dort nur äußerst knapp mit 2:3-Richterstimmen gegen Maxim Schedel, einem Boxer des Landesverbandes Niedersachsen.

Bronze für Marburg: 

Auch das Halbweltergewicht bis 60 kg war stark besetzt und hatte mit dem zweiten Marburger Mohammed Shahin einen knapp 16jährigen Richtsbergschüler, der sich nach einem Freilos und mit einem hervorragenden Auftritt im Viertelfinale klar nach Punkten gegen Akhma Ismailov (LV Brandenburg) ins Halbfinale kämpfte. Dort angekommen boxte er gegen den Bayern Milen Alekov auf der Siegerstraße, musste sich aber am Ende mit einer von den Experten überraschenden Punktniederlage (nur 2 der fünf Punktrichter votierten für Shahin) begnügen und mit der Bronzemedaille trösten.

Im Medaillenspiegel (s.u.), in dem vor allem die Goldmedaillen zählen, belegen die Landesverbände Bayern und Mecklenburg-Vorpommern mit 4 jeweils Goldmedaillen und Baden-Württemberg mit 3 Goldmedaillen die Plätze eins, zwei und drei. Die nur mit 6 Boxern angetretenen Hessen belegten immerhin den 6. Platz.

In der Teamwertung, in der alle Turniersiege zählen (Vorrundensiege mit einem Punkt, Halbfinalsiege mit zwei Punkten und Finalsiege mit drei Punkten) und in der große Mannschaften gewisse Vorteile haben, belegen Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg die ersten drei Ränge.

In der Wertung nach Punkten pro Kämpfer, in der sich gute Individualleistungen stärker niederschlagen (wenn Kämpfer etwa in größeren Turniergruppen durch Siege weit kommen), belegen die ersten drei Plätze die Landesverbände Mecklenburg-Vorpommern (2,5 Punke je Boxer*in), Hamburg (2,3 Punkte je Boxer*in), Schleswig-Holstein (2,3 Punkte je Boxer*in) und Hessen (2,2 Punkte je Boxer*in) die vorderen Ränge.